Förderung

KfW 261: Förderkredit für die Sanierung zum Effizienzhaus

Wer sein Haus umfassend saniert und dabei eine Effizienzhaus-Stufe erreicht, kann über den KfW-Kredit 261 von einem zinsgünstigen Darlehen mit Tilgungszuschuss profitieren. Wir erklären, wie hoch die Förderung je Stufe ausfällt und wie Sie das Maximum herausholen.

Dr. Serdar Özbahar 1 Min. Lesezeit
Klar gestaltetes, modernes weißes Wohnhaus mit kubischer Architektur

Förderkredit statt Direktzuschuss

Anders als die BAFA-Einzelmaßnahmenförderung ist der KfW-Kredit 261 ein zinsverbilligtes Darlehen mit Tilgungszuschuss. Sie nehmen also einen Kredit auf, von dem die KfW einen prozentualen Anteil als Zuschuss erlässt – diesen Teil müssen Sie nicht zurückzahlen. Voraussetzung ist, dass Ihr Gebäude nach der Sanierung eine anerkannte Effizienzhaus-Stufe erreicht.

Kredithöhe und Tilgungszuschuss

Der maximale Kreditbetrag richtet sich nach der erreichten Stufe:

  • bis zu 120.000 € pro Wohneinheit für ein Effizienzhaus
  • bis zu 150.000 € pro Wohneinheit, wenn zusätzlich die EE- oder NH-Klasse erreicht wird

Der Tilgungszuschuss ist nach Effizienzhaus-Stufe gestaffelt – von 5 % für das Effizienzhaus 85 bis 20 % für das besonders ambitionierte Effizienzhaus 40. Zusätzliche Boni – etwa für die Sanierung eines besonders ineffizienten Gebäudes („Worst Performing Building”) oder für serielle Sanierung – können den Zuschuss weiter erhöhen.

Die genauen Sätze und Boni passt die KfW regelmäßig an. Maßgeblich ist stets das aktuelle Merkblatt der KfW (Stand dieses Beitrags: Mai 2026). Wir prüfen die aktuell beste Konstellation für Ihr Projekt.

Ohne Energieeffizienz-Experten geht es nicht

Für den KfW-Kredit 261 ist die Einbindung eines gelisteten Energieeffizienz-Experten verpflichtend. Er erstellt die Effizienzhaus-Berechnung und die Bestätigung zum Antrag, die Sie vor der Kreditanfrage bei Ihrer Bank benötigen. Während der Sanierung übernimmt er die energetische Baubegleitung – bei KfW-Förderung ohnehin Pflicht und Ihr Garant für ein gefördertes Ergebnis.

Welcher Förderweg ist der richtige?

Komplettsanierung zum Effizienzhaus über die KfW oder einzelne Schritte über die BAFA – das hängt von Ihrem Gebäude, Ihrem Budget und Ihren Zielen ab. In vielen Fällen ist ein gestufter Weg über einen Sanierungsfahrplan wirtschaftlicher. Unsere Fördermittelberatung rechnet die Varianten für Sie durch und empfiehlt den Weg mit dem besten Verhältnis aus Aufwand und Zuschuss.

Quellen & weiterführende Informationen

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Thema

Wo beantrage ich den KfW-Kredit 261?

Den Kredit beantragen Sie nicht direkt bei der KfW, sondern über Ihre Hausbank oder einen Finanzierungspartner. Die fachliche Grundlage – die Bestätigung zum Antrag (BzA) – erstellt ein gelisteter Energieeffizienz-Experte. Diese Bestätigung brauchen Sie vor der Antragstellung.

Was bedeuten die EE- und NH-Klasse?

Die EE-Klasse (Erneuerbare-Energien-Klasse) wird erreicht, wenn ein wesentlicher Teil des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien stammt. Die NH-Klasse setzt eine Nachhaltigkeitszertifizierung (QNG) voraus. Beide erhöhen den möglichen Kreditbetrag und den Tilgungszuschuss.

Lässt sich der KfW-Kredit mit BAFA-Zuschüssen kombinieren?

Für dieselbe Maßnahme gilt grundsätzlich: entweder KfW-Kredit für die Komplettsanierung zum Effizienzhaus oder BAFA-Zuschuss für Einzelmaßnahmen. Welcher Weg für Ihr Vorhaben wirtschaftlicher ist, prüfen wir individuell.

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